Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Stand: 7. Juli 2026

1. Geltungsbereich und Vertragspartner

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für alle Verträge über die Nutzung des Software-as-a-Service-Angebots „Kunden-Hub“ (nachfolgend „Portal“ oder „Dienst“) zwischen

AVEC CHALEUR Mahmoud El-Dassouki, Höfstraße 2, 72119 Ammerbuch, Deutschland, E-Mail: contact@avec-chaleur.de

(nachfolgend „Anbieter“ oder „Agentur“) und dem Kunden.

Der Dienst richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Eine Nutzung durch Verbraucher (§ 13 BGB) ist nicht vorgesehen.

Diese AGB gelten in ihrer zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültigen Fassung. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.

2. Leistungsbeschreibung

Portal / Kunden-Hub. Der Anbieter stellt dem Kunden ein webbasiertes, zugangsgeschütztes Portal zur Verfügung, über das berechtigte Nutzer des Kunden Inhalte der ihm zugeordneten Website pflegen können (z. B. Öffnungszeiten, Neuigkeiten, Banner, Team- und Kontaktangaben). Die Bereitstellung erfolgt als mandantengetrenntes SaaS-Angebot; eine Installation beim Kunden ist nicht erforderlich.

Content-Verwaltung. Die im Portal gepflegten Website-Inhalte werden in einem dem Kunden zugeordneten Content-Management-System (Sanity) gespeichert; je Kunde wird grundsätzlich ein eigenes Projekt geführt.

Support- und Änderungs-Tickets. Über das Portal kann der Kunde Support-Anfragen und Änderungswünsche als Tickets (Betreff, Nachricht, Kategorie, optionaler Datei-Anhang) übermitteln. Über Antworten und Status wird per E-Mail benachrichtigt.

Optionales White-Label-Studio und Mehr-Standort-Option. Optional können ein eingebettetes Redaktions-Studio sowie die getrennte Verwaltung mehrerer Standorte bereitgestellt werden. Umfang und etwaiger Aufpreis dieser Zusatzleistungen ergeben sich aus der individuellen Vereinbarung.

Konkreter Leistungsumfang. Der für den Kunden geltende Funktionsumfang, die Anzahl der Standorte und Nutzer sowie etwaige Zusatzleistungen ergeben sich aus der jeweils getroffenen individuellen Vereinbarung bzw. Bestellübersicht.

Weiterentwicklung. Der Anbieter ist berechtigt, den Dienst weiterzuentwickeln und einzelne Funktionen zu ändern, zu ergänzen oder einzustellen, soweit der vertraglich geschuldete Kernfunktionsumfang nicht erheblich eingeschränkt wird und dies für den Kunden zumutbar ist.

Nicht geschuldete Leistungen. Soweit nicht ausdrücklich vereinbart, schuldet der Anbieter weder die Erstellung von Inhalten noch die Domain-Registrierung, die rechtliche Prüfung der Kundeninhalte, eine bestimmte Auffindbarkeit (SEO) oder ein bestimmtes wirtschaftliches Ergebnis.

3. Vertragsschluss

Die Darstellung des Dienstes stellt kein bindendes Angebot dar, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots. Der Vertrag kommt durch die individuelle Vereinbarung der Parteien und die Freischaltung des Zugangs durch den Anbieter bzw. durch Abschluss des Bestellvorgangs über den Zahlungsdienstleister zustande.

Der Zugang zum Portal erfolgt über persönliche Zugangsdaten. Berechtigte Nutzer werden per E-Mail-Einladung eingerichtet. Der Kunde benennt mindestens eine verantwortliche Person (Rolle „Admin“).

4. Vergütung und Zahlung

Das Abonnement ist kostenpflichtig. Die Abrechnung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe (Checkout, Kundenportal, Rechnungen). Der Kunde verwaltet sein Zahlungsmittel und ggf. sein Abonnement über das Stripe-Kundenportal.

Die jeweils geltenden Preise, das Abrechnungsintervall und der Umfang ergeben sich aus der individuellen Vereinbarung bzw. Bestellübersicht. Alle Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer.

Das Entgelt ist im Voraus für den jeweiligen Abrechnungszeitraum fällig und wird über das hinterlegte Zahlungsmittel eingezogen. Kommt der Kunde mit der Zahlung in Verzug, ist der Anbieter berechtigt, den Zugang nach vorheriger Ankündigung und angemessener Fristsetzung zu sperren; gesetzliche Verzugszinsen und Mahnkosten bleiben unberührt.

Künftige Preisänderungen werden dem Kunden in Textform mit angemessener Frist vor Wirksamwerden mitgeteilt; im Falle einer Preiserhöhung steht dem Kunden ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens zu.

5. Laufzeit und Kündigung

Vertragslaufzeit, automatische Verlängerung sowie Kündigungsfrist und -form ergeben sich aus der individuellen Vereinbarung bzw. Bestellübersicht. Die Kündigung ist in Textform (z. B. an contact@avec-chaleur.de) und, soweit angeboten, über das Stripe-Kundenportal möglich.

Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund für den Anbieter liegt insbesondere bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen gegen Ziff. 6 oder bei erheblichem Zahlungsverzug vor.

Mit Vertragsende endet der Zugang zum Portal. Der Anbieter stellt dem Kunden die gepflegten Inhalte auf Anfrage innerhalb einer angemessenen Frist in einem gängigen Format zur Verfügung; danach ist der Anbieter berechtigt, die Daten des Kunden nach Maßgabe der gesetzlichen Aufbewahrungspflichten und der datenschutzrechtlichen Vorgaben (Ziff. 9–10) zu löschen.

6. Pflichten und Mitwirkung des Kunden

Der Kunde stellt sämtliche von ihm eingestellten Inhalte (Texte, Bilder, Logos, Team-/Kontaktangaben, Ticket-Anhänge) selbst bereit und sichert zu, dass er über alle erforderlichen Rechte verfügt und die Inhalte nicht gegen geltendes Recht oder Rechte Dritter verstoßen. Er räumt dem Anbieter die zur Vertragserfüllung erforderlichen, auf die Vertragslaufzeit beschränkten Nutzungsrechte an diesen Inhalten ein.

Stellt der Kunde personenbezogene Daten Dritter ein (z. B. Team-Mitglieder), ist er hierfür als Verantwortlicher selbst zuständig (Ziff. 9–10). Der Kunde unterlässt rechtswidrige, rechteverletzende oder missbräuchliche Nutzung (insbesondere die Umgehung von Zugangs- und Sicherheitsmechanismen).

Der Kunde behandelt Zugangsdaten vertraulich, gibt sie nur an berechtigte Nutzer weiter und meldet jeden Missbrauchsverdacht unverzüglich. Er stellt erforderliche Mitwirkungsleistungen rechtzeitig bereit. Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer von ihm zu vertretenden rechtswidrigen Nutzung oder der Verletzung seiner Pflichten nach dieser Ziff. 6 beruhen, einschließlich angemessener Kosten der Rechtsverteidigung.

7. Verfügbarkeit und Support

Der Dienst wird auf der Infrastruktur von Vercel betrieben; Authentifizierung, Anwendungsdatenbank und Mandantentrennung laufen über Supabase in der EU-Region Frankfurt (Deutschland). Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit, schuldet jedoch keine ununterbrochene Erreichbarkeit und keine bestimmte Verfügbarkeit.

Von der Verfügbarkeit ausgenommen sind Zeiten geplanter Wartung, Störungen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters (insbesondere bei Drittanbietern wie Vercel, Supabase, Sanity, Stripe oder dem E-Mail-Dienstleister) sowie Fälle höherer Gewalt. Support wird über die Ticket-Funktion bzw. per E-Mail erbracht; bestimmte Reaktions- oder Bearbeitungszeiten sind, soweit nicht ausdrücklich vereinbart, nicht geschuldet.

8. Gewährleistung und Haftung

Der Anbieter stellt den Dienst in der jeweils aktuellen Fassung bereit. Der Kunde erkennt an, dass Software nach dem Stand der Technik nicht vollständig fehlerfrei sein kann; gemeldete, reproduzierbare und erhebliche Mängel beseitigt der Anbieter innerhalb angemessener Frist.

Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, im Rahmen einer übernommenen Garantie sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.

Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, höchstens jedoch auf die vom Kunden in den letzten zwölf Monaten vor dem schädigenden Ereignis gezahlten Entgelte. Eine darüber hinausgehende Haftung ist ausgeschlossen.

Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nur in dem Umfang, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung entstanden wäre. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Rechtmäßigkeit der vom Kunden eingestellten Inhalte ist allein der Kunde verantwortlich. Für Störungen, die Drittanbietern zuzurechnen sind, haftet der Anbieter im Rahmen des gesetzlich Zulässigen nicht über die vorstehenden Regelungen hinaus.

9. Datenschutz

Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten enthält die Datenschutzerklärung. Beide Parteien beachten die geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen (insbesondere DSGVO und BDSG).

10. Auftragsverarbeitung

Soweit der Anbieter im Rahmen des Dienstes personenbezogene Daten im Auftrag und auf Weisung des Kunden verarbeitet (insbesondere die im Portal gepflegten Inhalte sowie die erfassten Nutzer-, Ticket- und Anhangdaten), handelt der Anbieter als Auftragsverarbeiter und der Kunde als Verantwortlicher (Art. 4, 28 DSGVO). Die Parteien schließen hierfür einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AV-Vertrag) nach Art. 28 DSGVO; dieser geht diesen AGB hinsichtlich der Verarbeitung personenbezogener Daten im Auftrag vor.

Soweit der Anbieter personenbezogene Daten zu eigenen Zwecken verarbeitet (z. B. Abrechnung, Vertragsabwicklung, technischer Betrieb), ist er insoweit selbst Verantwortlicher; es gilt die Datenschutzerklärung nach Ziff. 9.

11. Vertraulichkeit

Die Parteien behandeln vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich und nutzen sie nur zur Durchführung dieses Vertrags. Diese Pflicht besteht über das Vertragsende hinaus fort, soweit ein berechtigtes Geheimhaltungsinteresse besteht.

12. Änderung der AGB

Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit dies erforderlich ist und den Kunden nicht unangemessen benachteiligt (z. B. bei Änderungen der Rechtslage oder des Leistungsumfangs). Änderungen werden dem Kunden in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von sechs Wochen nach Zugang der Mitteilung, gelten die geänderten AGB als angenommen; hierauf und auf die Folgen des Schweigens wird in der Mitteilung gesondert hingewiesen. Im Falle des Widerspruchs ist jede Partei zur Kündigung zum Wirksamwerden der Änderung berechtigt.

13. Schlussbestimmungen

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist, soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist, der Sitz des Anbieters (Ammerbuch).

Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Textform; dies gilt auch für die Aufhebung des Textformerfordernisses. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer (§ 14 BGB); zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle ist der Anbieter weder bereit noch verpflichtet (§ 36 VSBG).